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 Foto: MFA

Das Fest am Leben zu sein

Benh Zeitlins rauschhafter Debütfilm verzichtet furchtlos auf gewohnte Erzählstrukturen und professionelle Schauspieler, gräbt sich aber in das Unterbewusstsein wie die stürzenden Türme von 9/11 oder Hurrikan Katrina, der New Orleans verwüstete.

Genau dort spielt »Beasts Of The Southern Wild«. In einer utopischen Welt namens »The Bathtub«. Eine harmonische Horde Trunkenbolde und stolzer Außenseiter lebt zusammen in unfassbarer Armut und Schmutz: ohne Geld, ohne Angst und ohne Zukunft – und feiert jeden Tag das Fest, am Leben zu sein.

Davon erfahren wir durch die sechsjährige Hushpuppy (Quvenzhané Wallis), die uns in magischen Monologen an ihrer reichen Innenwelt teilhaben lässt. Ein Film wie ein Song von John Lennon oder einem anderen furchtlosen Träumer.

Gabriele Summen
»Beasts Of The Southern Wild« (USA 2012; R: Benh Zeitlin; D: Quvenzhané Wallis, Dwight Henry)

Beast of the Southern Wild / Intro vom 13.11.2012