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Federn lassen

Ein toter Vater, ein wilder Vogel: “H wie Habicht” zeigt Trauer von ihrer ungezähmten Seite.

Um tiefe Trauer und einen Habicht geht es im autobiographischen Roman von Helen Macdonald. In dessen Verfilmung spielt Claire Foy Helen, die ihren von Brendan Gleeson verkörperten Vater, über alles liebt. Kein Wunder, war der Pressefotograf, wie man in Rückblenden sieht, doch ein vor Lebensfreude strotzender Mann. Als er überraschend stirbt, legt die Cambridge-Professorin sich einen Habicht zu, um den Verlust zu verarbeiten. Während sie sich mit ihm vertraut macht, verliert sie zunehmend den Kontakt zur Außenwelt. Den Zuschauer*innen ergeht es ähnlich wie ihr: Fasziniert geht man gemeinsam mit dem Greifvogel auf Jagd und entflieht für zwei naturverbundene Stunden dem Emotions-Chaos der Welt.

Foto (c) DCM

In: Stadtrevue Juli ’26